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Glossar

MVP, Prototypen, Validierung: präzise definiert.

Die zentralen Begriffe rund um MVP-Entwicklung, Prototyping und Produktvalidierung. Jeder Eintrag beantwortet zuerst die Kernfrage in einem Satz, dann folgt die Vertiefung.

10 Begriffe angezeigt

  • MVP (Minimum Viable Product)

    Produkt

    Ein MVP (Minimum Viable Product) ist die kleinste Version eines Produkts, die echten Nutzern echten Wert liefert und dabei eine Geschäftsannahme überprüft.

    Es ist kein halbfertiges Produkt, sondern ein bewusst reduziertes: Jedes Feature muss eine offene Frage beantworten. Das Ziel ist Lernen unter realen Bedingungen — bevor das Budget für ein vollständiges Produkt ausgegeben ist.

    Ausführliche Definition: MVP (Minimum Viable Product)
  • Clickable Prototype

    Produkt

    Ein Clickable Prototype ist ein interaktiver Design-Prototyp — meist in Figma —, der sich wie ein echtes Produkt anfühlt, aber ohne Code auskommt.

    Nutzer klicken durch reale Screens und Flows, bevor eine Zeile Software existiert. Er beantwortet die Frage „Versteht und will das jemand?“ in Tagen statt Monaten — zu einem Bruchteil der Entwicklungskosten.

    Ausführliche Definition: Clickable Prototype
  • Code Prototype

    Produkt

    Ein Code Prototype ist ein funktionsfähiger Software-Prototyp, der die technisch riskantesten Kernfunktionen eines Produkts real implementiert — etwa API-Anbindungen, Datenverarbeitung oder KI-Logik.

    Anders als ein Klick-Dummy beweist er Machbarkeit, nicht nur Verständlichkeit. Er ist der richtige Schritt, wenn das größte Risiko nicht „Will das jemand?“ lautet, sondern „Geht das überhaupt?“.

    Ausführliche Definition: Code Prototype
  • Validierung

    Produkt

    Validierung heißt, eine Geschäfts- oder Produktannahme mit echten Nutzern zu überprüfen, bevor teuer gebaut wird.

    Es zählt Verhalten, nicht Meinung: Kommen Nutzer durch den Prototyp? Verstehen sie das Angebot? Würden sie zahlen? Eine Validierung, die eine Idee stoppt, ist kein Misserfolg — sie verhindert die Entwicklung des falschen Produkts, die ein Vielfaches kostet.

    Ausführliche Definition: Validierung
  • Festpreismodell

    Produkt

    Ein Festpreismodell bedeutet: definierter Scope, definiertes Ergebnis, fester Preis — vereinbart vor Projektstart.

    Das Risiko von Mehraufwand trägt der Anbieter, nicht der Kunde. Bei decivo hat jedes Modul einen Festpreis, vom Clickable Prototype für 3.500 € bis zum Code Prototype für 12.500 €. Wer länger braucht, trägt das selbst — das diszipliniert beide Seiten zu klarem Scope.

    Ausführliche Definition: Festpreismodell
  • Vibe Coding

    KI

    Vibe Coding bezeichnet Softwareentwicklung, bei der eine KI den Code aus natürlichsprachigen Anweisungen generiert und der Mensch das Ergebnis kaum noch im Detail prüft.

    Das beschleunigt Prototypen enorm — und produziert ohne Kontrolle Code, den niemand wartbar weiterentwickeln kann. Für Wegwerf-Prototypen legitim, für Produktionssysteme nur mit systematischer menschlicher Review tragfähig.

    Ausführliche Definition: Vibe Coding
  • GEO & AEO

    KI

    GEO (Generative Engine Optimization) und AEO (Answer Engine Optimization) bezeichnen die Optimierung von Inhalten dafür, dass KI-Systeme wie ChatGPT, Perplexity oder Google AI Overviews sie als Quelle zitieren.

    Statt um Rankings geht es um Zitierfähigkeit: präzise, eigenständig verständliche Antworten, strukturierte Daten, belegbare Aussagen. Wer dort nicht vorkommt, verliert Sichtbarkeit — ohne es in klassischen SEO-Metriken zu sehen.

    Ausführliche Definition: GEO & AEO
  • Service-Role-Key (Supabase)

    Sicherheit

    Der Service-Role-Key (in neuen Projekten: Secret Key, Präfix sb_secret_) ist Supabases Generalschlüssel: Er umgeht jede Row-Level-Security-Regel und darf jede Zeile lesen, ändern und löschen.

    Er gehört ausschließlich auf den Server. Landet er im Frontend-Code, in einer NEXT_PUBLIC-Variable oder im Browser-Bundle, kann jeder Besucher die komplette Datenbank auslesen und überschreiben — unabhängig davon, wie gut die restliche App gesichert ist.

    Ausführliche Definition: Service-Role-Key (Supabase)
  • Row Level Security (RLS)

    Sicherheit

    Row Level Security (RLS) ist die Zugriffskontrolle direkt in der Postgres-Datenbank: Regeln (Policies) entscheiden pro Datenzeile, wer sie lesen oder ändern darf — zum Beispiel „nur der Besitzer“.

    Ohne aktivierte RLS ist bei Supabase jede Tabelle, die das Frontend erreicht, offen für jeden. RLS ist die eigentliche Sicherheitsschicht einer Supabase-App, nicht der Login-Bildschirm davor.

    Ausführliche Definition: Row Level Security (RLS)
  • .env-Datei & exponierte Secrets

    Sicherheit

    Eine .env-Datei speichert Geheimnisse einer App — API-Schlüssel, Datenbank-Passwörter, Tokens — getrennt vom Code.

    Sie darf niemals im Browser landen und niemals ins Git-Repository committet werden. Exponierte Secrets sind eine der häufigsten und teuersten Schwachstellen in KI- und No-Code-Apps: Ein einziger geleakter Schlüssel reicht, um Datenbanken auszulesen, fremde Rechnungen zu verursachen oder Nutzerdaten abzugreifen.

    Ausführliche Definition: .env-Datei & exponierte Secrets

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