Prüfregel · RSC-PRV-022
Kontaktdaten im ausgelieferten JavaScript
Findet E-Mail-Adressen und Telefonnummern im Klartext in den ausgelieferten JavaScript-Bundles — nicht im HTML, wo das Impressum sie verlangt.
Warum das zählt
Ein JavaScript-Bundle ist öffentlich — jeder Crawler lädt es, und Adressen darin landen in Spam-Listen, ohne dass die Seite je besucht wurde. Im Impressum ist eine Adresse Pflicht und gewollt; im Bundle ist sie meist ein Versehen: die E-Mail des Entwicklers als Standardwert, ein hart verdrahteter Empfänger fürs Kontaktformular, ein Testdatensatz mit echter Nummer, der die Auslieferung überlebt hat.
In generierten Apps passiert das leicht: Der Prototyp arbeitet mit Beispieldaten, die echt aussehen sollen, und niemand tauscht sie vor dem Start aus. Datenschutzrechtlich ist das eine Frage der Datenminimierung — Daten, die niemand braucht, gehören nicht in die Auslieferung. Der Befund bleibt `low`, weil die harmlose Erklärung häufig ist.
Der Nachweis nennt die Fundstücke bewusst nur maskiert (`j***@example.de`). Ein Report, der die Adresse ausschreibt, wäre selbst eine Fundstelle. Selbst nachprüfen: Bundle herunterladen und nach `@` suchen.
Prüfstufe
So behebt ihr es
Adressen und Nummern aus dem Quellcode nehmen: Testdaten löschen, Formular-Empfänger serverseitig konfigurieren, Kontaktangaben nur dort rendern, wo sie hingehören.